VLN 3 26.04.2014 ADAC ACAS H&R Cup

Ein Rennen typisch für die Vorbereitung auf das 24h Rennen. 199 !! gemeldete Fahrzeuge! Viele neue Fahrer!
Das garantiert Spannung!

So sollte es dann auch sein. Ich möchte in diesem Bericht gar nicht auf die schon unzähligen Meinungen zu dem Event eingehen. Sie reichen jedenfalls von grossartigem Breitensport bis hin zu Demolition Derby. Jeder muss sich in dieser Sache selbst sein Bild machen und entsprechende Konsequenzen ziehen.

Fakt für mich ist aber, und ich glaube ich kann auch für weite Teile des Teams sprechen, dass man sich über zwei Dinge einfach seitens der Organisatoren nochmals Gedanken machen sollte:

1) Situation bei Doppelgelb; wie kann man abruptes Abbremsen des Vordermanns verhindern, dass es nicht mehr zu unnötigen Auffahrunfällen kommen kann?
2) Ist die gleichzeitige Teilnahme von immer schneller und mehr werdenden GT3 Fahrzeugen mit dem grossen Rest des Teilnehmerfelders noch zeitgemäss und sicher?

Diese Fragen sind völlig ohne Wertung und nur meinen Erfahrungen der letzten beiden Jahre geschuldet. Es muss einfach etwas passieren, bevor einer der Fahrer oder Streckenposten sein Leben bei der von uns allen geliebten Freizeitbeschäftigung lassen muss.

Nun aber zu “unserem” Rennen. Wie auch bei VLN 1 und 2 habe ich es mir Samstag Nachmittag in meiner Kommandozentrale zu Hause gemütlich gemacht. Schon am Vormittag hatte ich das Training im Radio beim Rasenmähen verfolgt und war gespannt, ob die Truppe alle Fahrzeuge wirklich an den Start bringen wird.

Der GT4 hatte Getriebeprobleme, der M235i erlitt leichte Kaltverformungen im Training ausgangs Fuchsröhre und musste zum grossen Service, die Limo konnte leider gar nicht erst nicht starten, da sie mit Kardanwellenschaden und in Ermangelung von passenden Ersatzteilen schon nach dem Quali zum Parken verurteilt war. Man kann einfach nicht alles dabei haben…..
Das wieder heimgekehrte 325i Coupé bekam kurz vor dem Rennwochenende neben der Komplettfolierung noch einen neuen Motor und war mit neuen Fahrern besetzt rennfertig.
Das Manga-Baby (man könnte schon fast sagen “wie immer”) war ebenfalls ohne Probleme bereit, die Hatz in der grünen Hölle in der mit 2 Fahrzeugen stark besetzten Klasse SP5 :-) auf sich zu nehmen. Wenn man ankommt, ist das Podium sicher!!

Das Team hat alles gegeben und sowohl den GT4 als auch den M235i (etwas verpätet, da man 10 sec zu lange getankt hatte und die Ampel auf ROT ging) in die Einfürhungsrunde gebracht. Der M235i musste leider wegen eines Folgeschadens nach der Einfürhungsrunde wieder die Box anfahren und konnte das Rennen nicht fortsetzen. Der GT4 verlor während des Rennens alle Gänge bis auf den 4ten. Trotzdem war man stetig in Schlagdistanz zum Podium. Das Ende kam dann abrupt.

In diesem Rennen sollten vier Fahrerkollegen auf dem Baby ihre Runden drehen, da leider der M3 SP6 noch nicht einsatzbereit war. Alle Fahrer kannten das Fahrzeug schon, sodass man sich zu 100% auf das Rennen konzentrieren konnte.

Frank fuhr den Start und konnte gleich in der zweiten Runde seine bisher schnellste Runde mit 10:03 markieren. Leider sollte das dann auch für den gesamten Rennverlauf die schnellste Runde des Teams bleiben.
Oliver übernahm den zweiten Stint, wurde von Frank dabei auf erhöhte Öltemperatur hingewiesen. Bis zu 138° zeigte das AIM an. In der Datenanalyse nach dem Rennen wurde aber deutlich, dass diese Werte jeweils nach den schnellen Ecken Schwedenkreuz, Kesselchen, DöHö in Verbindung mit erhöhten Wassertemperaturen auftraten. Also vielleicht einfach den Klima- als auch Pollenflugbedingungen geschuldet. Der Luftfilter war komplett verklebt. Dennoch, alle folgenden Fahrer liessen es ruhig angehen und waren eher damit beschäftigt, dass Auto während der vielen Gelbphasen aus den Scharmützeln heraus zu halten.

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Das gelang auch weitestgehend und Oliver konnte seinen zweiten Stint ohne Zwischenfall beenden, wie auch der nachfolgende Paul, der mit seinem nun schon 4ten VLN sehr routiniert an die Sache ging.

Alle klagten aber über generell zuviel Verkehr und dass durch die vielen Unfälle das Event eigentlich wenig mit Rennfahren zu tun hat, zumindest wenn man die Verbesserung von Rundenzeiten im Auge hatte.
Stefan übernahm als Letzter das Fahrzeug. Leider hatte Stefan weniger Glück, obwohl im Nachhinein betrachtet mehr Glück im Unglück. Ein durch Doppelgelb ausgelöstes Bremsmanöver verursachte einen Dreier-Remmpler im Bereich Hatzenbach, der eine verkratze Beifahrerseite sowie den Verlust des rechten Aussenspiegels zur Folge hatte. Alles nicht tragisch, wenn auch ärgerlich.

Der M3 GT4 mit René am Steuer hatte da deutlich mehr Pech. Ebenfalls bei Doppelgelb den Anker geschmissen, konnte ein hinterher fahrender Nissan (neues Team, neuer Fahrer in der VLN) nicht mehr rechtzeitig bremsen und ist dem M3 hinten links voll auf das Rad gefahren, dass im Nachgang seinen Dienst quittiert hatte. Grosser Schaden; Gott sei Dank blieben beide Fahrer unverletzt.

Ein schönes Bild ergab sich dann bei dem Zieleinlauf des gewinnenden MARC VDS BMW Z4; kurz dahinter war das Manga-Baby mit angelegtem rechten Ohr im Windschatten zu sehen.

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Schlussendlich können wir mir Platz 120 im Gesamtklassement und P2 in der SP5 voll und ganz zu frieden sein. Wie hat Paul so schön geschrieben: “Manga-Baby rules again!”

In 10 Tagen nehmen wir die Nordschleife im Rahmen der RCN unter die Räder und hoffen dieses Mal auf anständige Dämpfereinstellungen und vor allen Dingen auch, dass sie über Nacht so bleiben wie ursprünglich mal eingestellt :-)! Gruss an Alle, die sich wie immer den Allerwertesten aufgerissen haben, um es ein paar Verrückten zu ermöglichen, Ihrem Sport nachzugehen. Vom Team, über die Fotografen sowie Sportwarte und zu guter Letzt die Rennleitung; alle haben Ihren Anteil und ich freue mich auf den weiteren Verlauf der Saison! Wir haben in der VLN immer noch die Chance, die SP5 Wertung zu gewinnen; und das mit einem mehr als unterlegenem Auto; wie klasse das doch ist!

Keep racing!

Gruss,

Lars

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