VLN 2 25.04.2015, 40. DMV 4h Rennen

Klasse Rennen, klasse Team, klasse Teamkollegen!

viel mehr kann ich über dieses Rennen eigentlich nicht schreiben, denn es stand im Zeichen der Vorbereitung für das 24h Rennen und das Rennen selbst verlief eigentlich recht unspektakulär, obwohl es durch das Wetter alles andere als langweilig war. Christian sollte noch soviel Fahrzeit bekommen wie möglich und wir wollten das Auto final auf die neuen Reifen abstimmen. Beides gelang eigentlich prächtig.

Das Freitagstraining verlief völlig problemlos. René spulte Runde um Runde ab und schießt sich immer mehr auf das Manga-Baby ein. Konstante Zeiten um die 9:50 scheinen nun locker aus dem Ärmel zu gehen. Christian war noch im hohen Norden und konnte daher am Training, welches übrigens Nordschleifen untypisch bei Traumwetter stattfand, nicht teilnehmen.

Ich selbst fuhr am Anfang drei Runden und war auch nach dem kurzen Stint mit dem Auto sehr zufrieden. Markus Paltalla von MARC VDS löste dann noch sein Versprechen ein und nahm mich auf eine schnelle Runde im Z4-GT3 mit, welcher erst kurz vor dem Training zum Taxi Auto umgebaut worden war. Ein grossartiges Erlebnis, mal in einem dieser Flügelmonster mitfahren zu können. Nach der Runde war klar, dass ich mir das in den nächsten Jahren sicher nicht zutrauen würde. Ich denke, meine persönliche Grenze des physisch und psychisch Machbaren liegt bei einem ordentlichen SP6 Auto.
Die Kräfte, die auf den Körper wirken sind ebenso beeindruckend, wie die Performance des Fahrzeugs selbst. Sicherlich würde ich nicht nein sagen, wenn sich eine Gelegenheit zu einem Test auf der GP-Strecke ergeben würde, aber auf der NOS? Nein…..Hier ein kleiner Eindruck:

Zurück aus dem Z4 wollte ich René nochmals ablösen, das ging sich aber leider nicht mehr aus.

Wir liessen den Abend bei einer guten Pizza und Caprese im Paddock ausklingen und ich ging früh zu Bett….Energie für den nächsten Tag tanken. Es sollte wie immer wieder schlechtes Wetter geben.

Qualifikation:

David hatte am Vorabend noch neue Bremsen montiert und den Ausgleichsbehälter der Kühlflüssigkeit gewechselt. Alles war parat!

Ein wenig “Racing” muss ja schon sein, nur Vorbereitung geht nicht…wir treten an, um Rennen zu fahren! Reifenwahl; Slicks, es ist noch trocken, aber der Himmel zieht sich zusehends zu. Schnell die Pilotenwetterapp konsultieren. 8:55 soll es anfangen zu regnen. René raus und die erste Runde gefahren. Schonmal gut. Dann ich selbst. Bei leicht einsetzendem Nieselregen zu besagter Minute langte es zu Platz 5. Nicht gut, aber auch nicht sooo schlecht. Vielleicht hätte René noch eine Runde dranhängen sollen, denn meine Runde wurde wegen zwei Doppelgelbphasen leider zunichte gemacht.
Christian fuhr sich dann den Schlaf mit ein paar Runden aus dem Gesicht und war voll des Lobes für das Auto.

Rennen:

es ging irgendwie recht zügig weiter; keine Zeit zum Verschnaufen. Die Wettersituation war nicht wirklich 100% klar. Mischverhältnisse….
Wir, wie alle anderen auch, gingen auf Regenreifen an den Start. Schon nach der Einführungsrunde kamen die beiden Z4 zum Reifenwechsel, sodass sich René, der sich in der Mercedes Arena den Cayman geschnappt hatte, nach der ersten Runde auf P2 liegend zurück gekommen ist.
Wir haben dann den ersten taktischen Fehler gemacht und sind noch eine weitere Runde auf Regenreifen geblieben. Die beiden Z4 kamen mit 7 Meilenstiefeln angerauscht und holten den Vorsprung rasch ein. René bestätigte seine guten Zeiten vom Vortag und fuhr in der Spitzengruppe mit. Gegen Ende des Stints war René dann auf einem guten 4ten Platz. Durch einen schnelleren Boxenstopp konnten wir auf Platz 3 liegend die Box wieder verlassen. Immer noch auf Slicks. Christian fuhr ebenfalls gute Rundenzeiten. Dann in Runde 4 erneut Regen…was vom Himmel ging. Christian kam rein. Zweiter taktischer Fehler; wir hätten neben den Reifen auch den Fahrer wechseln sollen. Haben wir nicht, denn Christian brauchte Praxis für das 24h Rennen. Ich beschloss daher, nur noch am Schluss 3-4 Runden zu fahren. Damit war klar, dass wir eine vordere Platzierung nicht mehr einnehmen werden können. Der 1. und 2. waren sowieso ausser Reichweite, also ging es im Grunde um Platz 3 oder 4.
Der Cayman hatte ebenfalls einen Boxenstopp mehr und so übergab Christian mir das Auto an 3. Stelle liegend, da sich zwischenzeitlich auf der Führende auf der DöHö durch Aquaplaning verabschiedet hatte. Immer noch strömender Regen. Wechsel funzte super. Anbremsen Ende Start/Ziel….keine Sicht; Frontscheibe total beschlagen. Lüftung an. DSC erste Stufe aus. Liess sich nicht schalten. Dann Anbremsen NGK Schikane, Christbaum an und blockierende Vorderräder. ABS, DSC, Airbag….was es alles so für Lichter da gibt :-) Unheimliche Vibrationen in der Vorderachse. Die Scheiben waren offensichtlich völlig hin. Na, das konnte ja was werden. Kein ABS, Sicht eher suboptimal, Regen….Funkverkehr mit der Box während ich mir das Lichterspiel im Cockpit anschaute. War irgendwie ja doch witzig….Ich beschloss absolut kein Risiko einzugehen und das Auto heil nach Hause zu bringen. Egal ob 3. oder 4. Platz; Blech würde es ohnehin nur für den zweiten Platz geben. Ich schaukelte als das Baby 4 Runden lang um den Kurs und bremste in die schnellen Ecken fahrschulmässig mit blockierenden Rädern rein, dann Einlenken, Bremse lösen und rum….das das nicht sonderlich schnell ist und zudem die Vorderreifen auch vernichten würde war klar. Ich wollte aber auch nicht ausserhalb der Erlaubten Zeit unterwegs sein, damit wir nicht aus der Wertung fallen.

In der letzten Runde haben sich dann noch diverse Fahrzeuge verabschiedet. Eine leicht abtrocknende Strecke verleitete offensichtlich nochmals zum Gasgeben, was einigen Mitstreitern zum Verhängnis wurde und noch viel Arbeit für die Teams bis zum 24h Rennen bedeutete.
Ich konnte das Auto heil in den Parc Fermé stellen und im Grunde war ich ganz froh, dass es so ausgegangen ist.
Christian und René empfingen mich dort und wir klatschten uns ab. Am Ende doch alles richtig gemacht und angekommen.

Die Performance stimmt im Grunde und ich bin mir sicher, dass wir beim 24h Rennen eine schlagkräftige Truppe sein werden, die die Konkurrenz auf der Uhr haben sollte ;-) !

Jetzt bleiben uns kann 3 Wochen das Auto entsprechend vorzubereiten. Es wird noch von Heiko aufgehübscht und anschliessend mit dem neuen Design beklebt. Das Team SORG Rennsport kümmert sich dann in der Folge noch um die Technik, insbesondere um die auffallend helle, aber unerwünschte Zusatzbeleuchtung im Cockpit. Hier und da gibt es noch technische Verbesserungen, die wir dem Auto noch angedeihen lassen wollen, dass wir zum Rennen 100% tig fit sind.

Die Fahrer sind es, das Auto wird es auch sein; das Team ist hoch motiviert und so sehen wir dem grossen Ziel mit Spannung entgegen.

Wir freuen uns auf Euch in der Box und an der Strecke!
Sicherlich wird der Bericht nach dem 24h Rennen länger ausfallen!

Schönen Sonntag noch und Gruss in die Runde!

Lars

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