RCN Test & Einstellfahrten am 15.03.2014

ENDLICH!!!

Die Winterpause war schon extrem lang, aber nun ging es los und wir durften wieder ins Wohnzimmer spielen :-)! Ist schon ein bisschen wie Weihnachten, wenn die Oma die Glocke läutet und alle auf die Geschenke stürmen…..

Die ganze Woche fieberten wir immer mit Blick auf die Wetter App dem Wochenende entgegen. Es sollte doch nicht tatsächlich zur Saisoneröffnung schönes Wetter geben?
Wir werden sehen.

Roland, mein Freund aus Konstanz, der sich auf dem Nürburgring auf seinen anschliessend stattfindenden Sorg-Rennsport Lizenzlehrgang einstimmen wollte, war nicht ganz frei vom schlechten Gewissen, als er mich am Freitag Abend abholte, um den Weg in die Eifel zu bestreiten. Sein Sohn hatte sich eine Woche zuvor beim Skifahren einen komplizierten Bruch des Oberschenkels zugezogen und eigentlich wollte er die Family nicht alleine lassen. Silke hat ihn dennoch ziehen lassen; Männer müssen tun, was Männer tun müssen! Frei jagen dürfen wir ja nicht mehr, also muss es anders raus!

Also, auf in die Eifel zu Anneliese, unserer Herbergsmutter. Schon im Auto freue ich mich auf das lecker Frühstück mit frischem O-Saft, heissem Filter-Kaffee und dem unschlagbaren Rührei.
Kaum 4 Stunden später waren wir auch schon angekommen. Ziemlich spät, Anneliese noch wach? Ja…., super. Schlüssel übergeben, ab ins Bett, denn schliesslich mussten wir ja am Morgen um 07:00 parat sein zur Dokumentenabnahme. Benjamin hatte sich bereit erklärt, die TK zu machen. Anders als sonst bei der RCN, war diese auf dem Parkplatz der Tourizufahrt….unser Auto stand aber in T13, wo wir unser Lager aufgeschlagen hatten zusammen mit Schmickler, Black-Falcon, Groneck und noch ein paar anderen. Für die grösseren LKWs war beim Devils Diner kein Platz.

Also am Morgen das Frühstück genossen und auf zur Dokumentenabnahme.

Christian trudelte auch pünktlich ein, ebenfalls in Begleitung eines guten Freundes, der die Strecke von diversen Privatrunden kennt. Auch er wollte, wie Roland, als Taxifahrer dabei sein.
Papiere abgenommen, alles fertig! Aber halt, was war eigentlich mit dem Wetter los???

Am Tag zuvor noch prächtiger Sonnenschein, präsentierte sich die Eifel von Ihrer allerbesten Seite; Nebel, Fisselregen, Wind, einfach zum Abgewöhnen…., na, das konnte ja was werden.

Die Frage der Reifenwahl war schnell geklärt: REGENREIFEN! Die schönen nagelneuen Dunlops würden Ihre Premiere unter dem Manga-Baby haben, auch gut…

Das Auto war wie immer 1A von SORG Rennsport vorbereitet. Zu unserer Überraschung fand sich sogar das AIM-Pro im Fahrzeug mit all seinen Zusatzantennen auf dem Dach. Sieht ein wenig aus, wie ein Telekom-Testfahrzeug aber muss wohl sein. Kommen noch ein paar dazu im Laufe der Saison :-)!

09:00

Start zur ersten Runde. Da das Fahrzeug einiges an Neuerungen hatte beschlossen wir, dass ich zunächst nur eine Runde fahren würde. Systemcheck sozusagen. Alles war perfekt, also auf zur gemütlichen Kaffeefahrt in die Eifel, denn mehr war schlichtweg nicht möglich bei all dem Wasser auf der Strecke. Ich fuhr erst einmal drei weitere Runden, um mich mit den Reifen und dem veränderten Fahrwerk anzufreunden; alles gut. Das Fahrzeug liegt super neutral und das neue Mapping vom Motor sowie der neue Auspuff waren ein goldener Griff. In jeder Lebenslage zieht der Motor durch; reichlich mehr Drehmoment, sodass die Löcher im Kesselchen als geflickt betrachtet werden können. In der Zwischenzeit fand sich auch Jörg, mein langjähriger Sandkastenfreund und dritter Taxigast in der Box ein. Flux umgezogen sass er auch schon im Auto. 3 Runden Nordschleife bei Regen. Es gibt Schöneres, aber wahrscheinlich nichts Spannenderes. Ich liess es ruhig angehen, der Tag war noch lang und wir wollten das Auto heil wieder nach Hause bringen. Jörg war dennoch begeistert von der Ausfahrt, so auch Roland. Also alle happy :-)!

Andere hatten weniger Glück; schon in den ersten Runden gab es die ersten Opfer auf der Strecke. Über den Tag verteilt zählte ich alleine im BMW Eck 7 heftige Einschläge (ja, alles BMWs), Fuchsröhre und Ex-Mühle kamen noch hinzu. Keine Ahnung wieviele es am Ende waren, aber für meinen Geschmack ein paar zuviel. Das muss doch nun wirklich nicht sein dachte ich so bei mir….

Zweite Runde mit Roland auf dem heissen Sitz. Völlige Entspannung…ich glaube, er musste erstmal auftauen und hatte so gar keine Zeit, Angst zu haben :-)!

Danach fuhr Christian 9 Runden; alles ohne Probleme. André fühlte sich anfangs nicht so wohl auf dem Beifahrersitz; ich glaube, er fährt lieber mit seinem EVO IV selbst durchs Wohnzimmer. Das gab sich dann aber und auch André genoss die Zeit. Wir spulten Runde um Runde ab. Es waren keine Änderungen am Fahrzeug nötig. Im Grenzbereich konnten wir uns wegen der Witterungsbedingungen ohnehin nicht bewegen, das müssen wir dann bei RCN 1 aussortieren. Ich erwarte allerdings keine Überraschungen mehr; das Auto ist schlichtwegs perfekt und wir somit gut gerüstet für die Saison.

Hier ein kleiner Einblick aus der nassen Zeit:

13:30

Es trocknet langsam ab und tatsächlich kam die Sonne !!! durch und DIE FRAGE kam auf; Slicks oder nicht? Für die Regenreifen war es einfach zu trocken und wir wollten sie nicht ruinieren. Also eine halbe Stunde gewartet und ich fuhr dann mit Slicks raus. Schön vorsichtig, denn ich hatte so meine Erfahrungen bei Mischbedingungen. Die Ideallinie war fast durchgängig trocken. Fuchsröhre sowie Eschbach bis Brünnchen noch nicht. Also alles ganz behutsam. Heute gibt es nichts zu gewinnen….ich weiss ja nicht, aber andere sahen das offensichtlich anders.

Noch ein paar zügige Runden auf Slicks und dann an Christian übergeben. Das Auto lief perfekt; auch im Trockenen nichts aber auch gar nichts zu beanstanden.

Christian hat dann die letzten 5 Runden unter die Räder genommen und so konnten wir den Tag mit insgesamt 38 gefahrenen Runden abschliessen. Also nahezu 2 1/2 RCN Distanzen.
Wenn das mal kein gelungener Testtag war!

Hochzufrieden schlossen wir den Tag bei heissem Stein in der Pistenklause ab. Christian und André würden den Sonntag noch bei den Touris verbringen und Roland und ich machten uns auf den Weg nach Zandvoort. Ich hatte noch etwas vor mit dem Manga-Baby, aber dazu später mehr!

Vielen Dank an das Team für die tolle Arbeit, die sie wieder über den Winter geleistet haben und auch während des Tages. Es war immer alles parat und trotz des schlechten Wetters hatten alle eine super Laune. Das ist ansteckend und jedes Mal die Reise wert!

Danke auch an die vielen Fotografen, die trotz des widrigen Wetters an der Strecke stehen und uns mit den Bildern beglücken!

Jetzt freuen wir uns auf das erste Rennen in knapp 2 Wochen. Das findet sogar inklusive der GP-Strecke im Rahmen des 24h Qualirennens statt. Das freut uns sehr, denn es passt ja perfekt zu unserem Motto: “Road to 24h”!

Gruss,

Lars

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