RCN 4 19.06.2014 “Feste Nürburg”

Im Rahmen des 24h Rennes zu fahren war letztes Jahr der Start des Team Manga. Leider war es uns in 2013 nicht vergönnt, das zu erleben. Nebel verhinderte den Start.
Dieses Jahr sollte es anders werden. Erste Sahne Wetter. Trocken, warm, also ideal für ein paar schnelle Runden auf dem Ring.

Wie immer am Vortag angereist (Ihr kennt den Ablauf mittlerweile…Kaffee bei Anneliese etc.. ;-)) konnten wir die Papierabnahme bereits am Nachmittag erledigen. Wir hatten “Glück”, dass unser Auto im GP-Fahrerlager stand und wir so nicht in das Fahrerlager an der Touri-Einfahrt mussten. Der Luxus, der technische Kommissar kam zu uns, um alle 3 Fahrzeuge von Sorg Rennsport in der Box 32 abzunehmen. Alles gut, alle Autos bekamen den Kleber ohne Probleme.

17:30 Fahrerbesprechung für die Doppelteilnehmer im Pressezentrum, also auch für uns. Leider bekamen wir dann hier natürlich nicht die Dinge mit, die am nächsten Morgen noch bekannt gegeben würden, wie zum Beispiel die nasse Stelle vor dem Adenauer Forst….., glücklicherweise ergab sich daraus aber kein Nachteil.

Danach noch lecker im Teamzelt gegessen und die anderen Fahrerkollegen begrüsst, was für eine entspannte Atmosphäre! Auch das Team war schon in voller Vorbereitung auf das 24h Rennen.

IMG_3716

Donnerstag Morgen (eigentlich war es noch Nacht) dann um 07:00 Uhr in der Box getroffen und uns für das Rennen vorbereitet. Die Jungs schafften nur das nötigste Material in die T13 und Christian verlegte das Baby in das alte Fahrerlager und wartete dort, dass er sich ans Ende des Feldes anstellen durfte. Pünktlicher Start und die Hatz begann.

Schon erste Gelbphasen noch in der Aufwärmrunde; das konnte was werden….

Eine Doppelgelbphase auf der Döttinger Höhe Ende er zweiten Sprintrunde zerhagelte uns dann komplett die Setzzeit und wir wurden auf Platz 11 von 12 Fahrzeugen zurück gespült. Keine Chance für Christian, das während seiner weiteren Sprintrunden noch aufzuholen, denn auch da war er durch diverse Gelbphasen zum langsamen Fahren verurteilt. Den beteiligten Fahrern ist Gott sei Dank nichts passiert, das ist doch die Hauptsache.

Fahrerwechsel mit Tanken. Das Chaos in der Boxengasse blieb aus und ich konnte “pünktlich” auf die Strecke. Ich wollte schnell den Rhythmus finden und nutze schon die Outlap, mich auf den Kurs einzustimmen. Was für eine Atmosphäre rund um die Burg. Viele Fans waren schon wach und jubelten uns zu. Tolle Sache und ich war hoch motiviert, uns noch unter die ersten 50% zu bringen.
Meine erste Sprintrunde war dann auch schon schneller als die beste bisher in diesem Jahr. Das Auto fühlte sich super an, nur das Untersteuern nervt zusehends. Da muss was passieren!
In der zweiten Runde konnte ich mich noch deutlich steigern und ich war auf einer 8:15 unterwegs bis ich auf der Anfahrt Steilstrecke abgelenkt durch ein mit technischem Defekt an der rechten Seite fahrenden Mitstreiter den Bremspunkt verpasst habe und mich leicht am Reifenstapel angelehnt habe.

IMG_3718

Bis dahin war ich durch die gute erste Runde schon wieder auf Platz 7 vorgefahren und das Ziel wäre erreichbar gewesen. Nun, that`s racing. Da machste mal einfach nichts…..
Der Schaden am Fahrzeug hält sich in Grenzen und wir werden das bis zum nächsten Lauf gerichtet haben.

Mit persönlich gelingt es jedenfalls von Rennen zu Rennen besser, mit dem Verkehr klar zu kommen. Allerdings habe ich auch den Eindruck, dass die Mitstreiter deutlich aktiver mitarbeiten und die Rückspiegel mehr benutzt werden. Das ist klasse und macht Spass. Ein faires Miteinander auf und neben dem Kurs. Auch habe ich mich über die vielen Nachfragen und Schulterklopfer selbst von den Mitstreitern nach dem Rennen gefreut. So macht der Sport Freude!

Nachfolgend noch das passende Video dazu:

Nun, durch meinen Fehler war dann das Rennen für uns früh vorbei, aber das Highlight des Wochenendes kam ja erst noch.
Das legendäre 24h Rennen. Ich durfte hautnah beim Team dabei sein und hier und da unter die Arme greifen, wo Not am Mann war. Am eigentlichen Renntag habe ich dann mit Marlen die Zeitnahme gemacht. Näher als das geht nun wirklich nicht; direkt an der Boxenmauernund Runde für Runde mitstoppen, Reufenwechsel aufnehmen, Fahrerwechsel protokollieren etc. pp..
Das war eine schöne Zettelwirtschaft; hier muss dringend was gemacht werden ;-)!

Um 5:30 Uhr in der Früh musste ich dann endgültig die Segel streichen. Nichts ging mehr; ich konnte nichteinmal mehr die Augen mit Streichhölzern offen halten, so müde war ich. Wie musste es erst den Mechs gehen und all den anderen Involvierten? Allseits alles müde…..aber durchhalten ist wohl die Devise. Heisst ja Langstrecke!!

Wer es noch nicht mitgemacht hat, der hat was verpasst. Das Team, die Fahrer, alle Beteiligten eine grosse Familie. Einfach grossartig und das Ziel steht seitdem mehr denn je….ich werde jedenfalls als Helfer/Zuschauer oder Nichteingeschriebener nicht mehr teilnehmen ;-)!

Jetzt freuen wir uns auf den RCN 5.

Gruss,

Lars

Hinterlasst Eure Meinung:

Kommentare

Kommentare sind abgeschaltet.