RCN 1 “Preis der Schloßstadt Brühl” 05.04.2014

Das erste RCN Rennen liegt hinter uns und…..wir sind nicht Letzter der Klasse geworden :-)!

Eigentlich war das aber nicht das erklärte Ziel. Wir wollten unter die ersten 50% fahren, aber irgendwie waren die Mitstreiter schneller.
Nun, alles der Reihe nach.

Wie immer am Freitag Nachmittag angereist in völliger Entspannung und zu meiner Verwunderung völlig ohne Stau. Während der Tour überlegte ich mir, dass ich noch ein paar Runden auf der Nordschleife im Touriverkehr fahren könnte; so als Einstimmung. Also am Ring angekommen, noch vollgetankt und dann Richtung Tourieinfahrt abgebogen. Dort angekommen sah ich dann schnell, dass das mit den Runden nichts werden würde….Get Speed Trackday. Einige bekannte Gesichter aus der VLN/RCN. Stopphur geschnappt und mit einem Milchkaffee auf die Bank gesetzt und einfach ein paar Runden der anwesenden V4 & V5 Autos mitgestoppt. Interessant zu sehen, was die Jungs so im Trainingsmodus fahren dachte ich bei mir.

17:00 Uhr, Trackday Ende, Nordschleife offen für Touris. Noch Lust? Nein, zu müde. Also auf zu Anneliese. Herrlich, ich wurde mit einem wunderbaren frisch aufgebrühtem Kaffee begrüsst. Kein Bodenseewasser, er hatte eher etwas Likörartiges an sich. Der Abend war gerettet….

Bennie sollte gegen 18.00 Uhr am alten Fahrerlager auftauchen, damit wir pünktlich die technische Abnahme erledigen können. Nun, die automatische Stauumleitung auf der A1 hatte aber was gegen unseren Zeitplan und sorgte für eine Verzögerung von 2 Stunden….doof das war; aber was will man machen? Richtig, vorsichtshalber noch einen Kaffee trinken, denn wir wollten noch alle zusammen mit Peter und Tom samt Anhang in der Pistenklause ein totes Tier vernichten. Das musste nun warten….

Bennie trudelte ein und wir warfen schnell die Kleberle noch auf das Auto, nicht ganz faltenfrei, zugegeben…aber da es morgen Peter-Wetter geben sollte nahmen wir an, dass die Objektive der Kameraleute diese kleineren Unschönheiten ohnehin durch die zu erwartende Gischt nicht werden ablichten können.
Hinten in die Reihe angestellt…Mist, 3 Minuten zu spät. Die Kommissare hatten ein Einsehen (ok, das ein oder andere Hopfenkaltschalengetränk musste versprochen werden), und wir erhielten noch eine Abnahme. Man hatte sogar noch ein Lob für die neuen Kamerahalterungen übrig. Mal sehen, was daraus noch wird….

Christian war nun schon lange beim Essen und hatte seine Mafiatorte nahezu ratzeputz weg gegessen, also musste ich schnell bestellen, bevor die ganze Mannschaft müde in sich zusammen bricht.
Ich hatte Vorsprung (man erinnere sich an Annelieses Kaffee….).
Das Fleisch war wie immer lecker, aber auf Saucen, Pommes etc. habe ich verzichtet und nur einen Salat dazu gegessen. Jaja, ich weiss, dem Essen das Essen weg essen, aber es ist und bleibt dennoch gesund. Sagt man zumindest…

Der Abend war sehr nett und entspannt zugleich! Ein wenig Fachsimpeln, sich von den schnellen Leuts noch den ein oder anderen Tipp holen. Grossartig. Dirk Adorf war auch da und begrüsste mich mit einem Klapps auf den Rücken im Vorbeigehen. Nett dachte ich, dass er sich selbst für sowas noch kurz die Zeit nimmt.

Ich war ob der Einnahme des heissen Kaffeelikörs vom Nachmittag offensichtlich nicht ganz Herr meiner Sinne und mir viel um 22:30 nichts besseres ein, als einen Milchkaffee zu bestellen….wie doof kann man eigentlich sein? Die Konsequenz war, dass ich um 01:45 wach im Bett liegend ich mir so meine Gedanken machte, was ich mit dem angebrochenen Abend noch so alles anstellen könne…schlafen ging jedenfalls nicht! Was lernt man daraus?

1. Nachmittags um 17:00 keinen Filterkaffeelikör bei Anneliese trinken, oder ein Bodenseewasser mit Sonderaufguss verlangen :-)
2. Abends um 20.00 Uhr keinen Milchkaffee oben drauf….
3. Um 22:30 besser am Vorabend eines Renntages auf den Genuss eines Milchkaffees gänzlich verzichten….

Wann ich dann endlich eingeschlafen bin kann ich nicht mehr sagen, ich weiss nur, dass ich um etwa 06:15 von meinen lieben Mechanikerkollegen unbeabsichtigt wieder wach gemacht worden bin. Ich denke aber….mehr als 3 Stunden Schlaf waren es wohl nicht! Beste Voraussetzungen also, den Tag mit einem Rennen abzuschliessen und dann noch 460km nach Hause zu fahren.

Spiegel? Besser nicht…., ah, ok, doch nicht so schlimm. Kein Alkohol zu trinken zahlt sich dann halt doch manchmal aus. Ich war fit…sehr zu meiner eignen Überraschung und Freude.

Lecker Frühstück mit einem Mitstreiter und der Fahrerfee geniessen und dann auf zum Ring.

Wetter => check, war zwar noch nass von der Nacht, aber es sollte abtrocknen, wenn vorher die GLP noch fährt; oder vielleicht doch nicht?
Klamotten => check….halt, wo zum Teufel sind die Ohrstöpsel??? Wird sich finden…
Teamkollege => ach ja, der schläft ja woanders also check
Auto => alles fertig, check

Im Fahrerlager angekommen empfing mich Bennie schon am Auto und wir flaxten etwas rum, was die Reifenwahl anging. “Hömma!”, sagt Bennie, “wir ham Dir da getz keine neuen Schlickens drauf gemacht, dafür datt Du dann ankomms und wills Regenreifen; gibt et nich, feddich!”….ok, das war deutlich :-)! “Und pass mir auf die Bremse auf, die is auch neu!!” Ja, Teamchef, ich pass auf! Mannomann, und das am frühen Morgen. Immer wieder erfrischend, klare Ansage, zack, da geht`s lang! Da ist man wach, auch ohne Schlaf!

Um 10.30 hatten Christian und ich dann noch Anzugprobe mit Peter und seiner Schneiderin. Vorfreude! Die Anzüge sind klasse geworden! Ihr werdet sie zu RCN2 Anfang Mai sehen! Hier und da noch ein paar kleine Änderungen am Schnitt und sie sitzen wie angegossen. So soll es sein! Wir freuen uns und werden den Einstand dann ordentlich bei einem Glas Mineralwasser feiern.

Im Vorstart ein wenig die Konkurrenz begutachtet; dass Marc mit seinem neuen M3 schnell sein würde war klar. Die Schmicklers und Black Falcons dieser Welt haben auch schon einige Runden Nordschleife hinter sich und man kannte sich schon aus dem Vorjahr. Dann noch ein paar weitere neue Gesichter, andere vermisste ich. Naja, kommen vielleicht später in der Saison noch dazu. Die dachten bestimmt alle, es würde noch Schnee liegen in der Eifel.

Heute neue Streckenführung, da wir im Rahmen des 24h Qualirennens dahren durften. Klasse, mit GP-Strecke und noch besser, ohne Mercedes Arena…meinem “Lieblingskarussell”.

Rein ins Auto und in die Startaufstellung auf der Start-Ziel Geraden. Ganz schön viele Autos beisammen. Ich dachte mir, ich hänge mich mal an die Schmicklers und versuche, solange an den Fahrzeugen dran zu bleiben wie möglich. In der Einführungsrunde auch weiter kein Problem. Auf der DöHö, hatte ich mit Christian ausgemacht, fahren wir voll. Also liess ich dort erst einmal die ganze V5 Bande hinter mir. Sie würden mich ja eh schnell wieder einholen…so war es dann auch. Mitte der zweiten Sprintrunde waren 4 oder 5 an mir vorbei und irgendwie konnte ich nicht mit….

Blockade im Kopf? Auto nicht so stabil? Keine Ahnung. Ich hatte ein echt schlechtes Gefühl in den schnellen Passagen wie Flugplatz, Schwedenkreuz, Kesselchen, Anfahrt Hohe Acht, Pflanzgarten, Schwalbenschwanz. Ich hatte den Eindruck, dass das Fahrzeug an der Hinterachse instabil ist und in den schnellen Kurven zum Ausbrechen neigt. War das so? Oder war es, weil ich in der ersten Runde gerade an diesen Stellen deutlich schneller dran war als letztes Jahr? Ich weiss es heute noch nicht. Die Zeiten waren auf jeden Fall grottenschlecht und so kann ich das Wochenende für mich nur abhaken.

Hier mal eine Runde (2te Sprintrunde) mit dem Black Falcon Z4 im Nacken. Man sieht deutlich, wo unser Auto echte Vorteile zu haben scheint und….wo die Nachteile sind.

In der Box angekommen, habe ich Bennie kurz berichtet. Er hat dann Zug und Druck an der Hinterachse jeweils einen Klick härter gemacht. Christian schien damit gut zurecht zu kommen und konnte meine Rundenzeit um 10sec verbessern. Immer noch 20sec hinter der Spitze….aber immerhin, es gab einen Weg nach vorne. Christian hatte dann noch ein “Hard-Rock” Erlebnis in der Antoniusbuche. Hinter dem Dieselspeed E46 mit Victor Smolski am Steuer rauschten beide in eine Doppelgelbphase. Es kam, wie es kommen musste. Der VLN erfahrene Victor warf den Anker und Christian hatte alle Mühe, einen Crash zu vermeiden und flog links an Victor vorbei. Gute Reaktion, gibt aber auch Anlass, über diesen Code 60 nachzudenken. Sicher richtig, dass man langsam an der Unfallstelle macht. Dass Doppelgelb nach so einer schnellen Ecke unvermittelt kommt ist vielleicht nicht ganz so glücklich. Gelb schon an der Tourieinfahrt zur Vorwarnung würde sich da anbieten. Nun, die beiden haben sich nach dem Rennen die Hand gegeben, und alles war gut! Netter Kerl, dieser Victor!

Hier noch ein Video vom Christian. Leider nicht seine schnelle Runde….da war die GoPro schon aus:

Wir waren am Ende froh, dass der Tag in Summe gut gelaufen ist. Das Manga-Baby hat erneut seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt und wir können bei VLN 2 gleich wieder angreifen.

Erleichtert waren wir alle auch, dass Peter Drumbeck nichts weiter bei seinem heftigen Abflug in der Hohenrain-Schikane passiert ist!

Bleibt mir nur noch, mich bei unserem Team SORG-Rennsport zu bedanken! Es war wie immer alles perfekt…..und für meinen Kopf könnt Ihr ja nichts :-)!

Gruss und bis Freitag,

Lars

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